… couldn’t help it and began this translation…

Der Engel/The Angel

1

An aller Welten Sonnen fernstem großen Morgen stand

Ein großer Engel, streckend seine nackte Riesenhand

In Meiner Weltenschöpfung endlos tiefer Tiefen Mitte,

Und wollte eine Sonne da aus ihrem Leuchtgebiete,

Gleich einem Herzen, kühn aus aller Welten Mitte reißen,

Und sie dann, gleich so einer Nuß, in seinem Mund zerbeißen.

In all worlds suns’ farthest great morning stood

A great angel, stretching his bare giant hand

In my world creation’s endlessly deep depths’ center,

And wanted to tear a sun there from its sphere of light,

Like a heart, audaciously from the center of all worlds,

And then crunch her, as if she was a nut, in his mouth.

2

Und dieses thät’ er bloß, um zu versuchen seine Kraft,

Die er aus Meiner Liebe sich gar treu verschafft;

Doch dachte er bei sich nach wohlgerathner Engelssitte:

“Was soll ich das versuchen, da ja unter meinem Tritte

Schon mehr als Millionen solcher Sonnentrümmer ruh’n,

Deshalb will ich besinnen mich, und etwas Größ’res thun.

And this he’d do to simply challenge his strength,

Which from my love even faithfully he procures;

And yet he thought to himself in cherished angels’ tradition:

What shall I try this, since under my tread, yes,

Already more than millions of such sun debris do rest,

I will therefore change my mind, and do something greater.

3

Ich will daher mein Auge wenden hin zum großen Morgen,

Und da für meine Sehe hellsten Glanzes Strahlen borgen,

Um zu erschauen dann aus aller Welten nicht’gem Staube,

Bevor noch wird ein solches Stäubchen kurzer Zeit zum Raube,

Ein Stäubchen, welches einst das Allerhöchste hat getragen,

Deß’ Namen wir mit uns’rer Zunge nicht zu sprechen wagen.

I will therefore turn my eyes towards the great morning,

And borrow there for my eyes rays of brightest shine,

To then behold from the worthless dust of the worlds,

Yet before such a dust speck’s brief time comes to be a loot,

A speck, which once upon a time has borne the Most High,

Whose name we dare not speak with our tongue.

4

Denn will ich Großes sehen, um mich selbsten zu erbauen,

So kann ich ja in meiner großen Brüder Werkstatt schauen,

Wo sie in aller Liebe eine Ruhestätte planen,

Für ausgediente Weltenreste todte Riesenmanen,

Wie auch der “Alle” fernbegrenzte große Hülsengloben,

In denen jeder Milliarden Sonnen sind geschoben.

For do I want to see great things, to edified myself,

I may look into my big brothers’ workshop,

Where in all love they plan a resting place,

For defunct world leftovers deceased giant matter,

Just like the universe’s distance limiting great hull globes,

In which each a billion suns are slid.

5

Auch ist das Messen dieser Räume eine wahre Lust,

Da dann vergrößert wird die kleine Welt in uns’rer Brust;

Was sind sonst tausend solcher Alle meiner Augen Blicken,

Da selbe Milliarden solcher Globen nicht enzücken.

Wohl aber sind die Räume zwischen dieser Hülsen Heeren

Zu messen eine Lust, in ihres Lichtes tiefen Meeren;

Measuring these spaces also is a true pleasure,

As with it the small world in our chest is enlarged;

What are thousands of such universes in my eyes’ gaze,

Since even billions of such globes do not delight.

And yet are the spaces between the hosts of these hulls

A pleasure to measure in the deep seas of their light;

6

Denn wenn man so von einer Hülse hin zur andern mißt,

Und dann, der großen Ferne wegen, seiner selbst vergißt,

Und denkt: Wie klein doch so ein Räumchen gegen einen Funken,

Der aus den Herren Auge ist als Weltenstoff gesunken,

O dann möcht’ ich zum kleinsten aller Weltenstäublein werden,

Ja selbst, wenn möglich gar — ein Menschenkind auf Erden!

For when one measures thus from one hull to another,

And then, due to vast distances, forgets oneself,

And thinks: How small is such small space compared to a spark,

Which from the Lord’s eye as worldly substance has sunken,

Oh I then would like to be the smallest of all worlds’ small specks,

Yes even, if at all possible — be a human child on earth!

7

Und so ich ferner denke über Gottes ew’ge Größe,

Und so vergleiche meine Engelswesens nicht’ge Blöße,

So steigt dann tief aus meines weiten Herzens Grunde

Ein großer Lichtgedanke mir zu einer großen Wunde,

Daß ich dem Herrn auch nicht im Kleinsten je werd’ gleichen,

So lang’ selbst Weltengloben meiner Größe müssen weichen.

And when I further think of God’s eternal greatness,

And so compare my angel-being’s nakedness,

Then deep from within the bottom of my wide heart arises

A great thought of light causing me a great wound,

That I will never be the Lord’s equal even to the smallest,

As long as world globes must give way to my greatness.

8

O was ist aller Wesen Engelgröße, Macht und Stärke,

So sie nicht schauen kann des Herren kleinste Liebeswerke.

Was nützt’s mit starren Blicken messen die Unendlichkeit

Und zählen aller Globen Heer’ in Ewigkeit,

Wenn man sich dadurch Gott doch niemals nähern kann und wird,

Und so das Größte aller Größen durch die Größ’ verliert.

O what is all beings’ angel-greatness, power and strength,

As she cannot see the Lord’s smallest works of love.

What is the use of measuring infinity with staring gazes,

And count all hosts of globes throughout eternity,

If one thereby still can not draw close to God — and never will,

And thus looses the greatest of all greatnesses due to greatness.

9

O dann fall’ nieder ich auf meine Knie, und rufe laut,

So daß vor meiner Stimme einer Welten-Unzahl graut:

O großer Gott! in Deiner Himmel unermess’nen Höhen,

Erhöre gnädig eines Engels, Deines Dieners Flehen.

Ich möcht’ gar gerne Deiner Liebe Wohnung sehen,

Und seh’n da meine todten Brüder wieder auferstehen.

O I then fall down on my knees, and cry aloud,

So that uncounted worlds will dread my voice:

O great God! in Your heavens’ immeasurable heights,

Hear mercifully an angel’s, your servant’s plea.

I so much long to see the dwelling of your love,

And there see my dead brethren rise again.

10

O nimm mir meine Größe, Herr! und mach’ mich möglichst klein,

Damit ich da, wo Deine Kinder, kann bei ihnen sein,

Und zeugen da von Deiner Allmacht großen Dingen,

Und mit denselben froh dann Deiner heil’gen Liebe singen,

Und als ein Bruder führen sie nach Deinem heilgen Willen

Und leiten sie in uns’re Weise liebend stets im Stillen.

O take away my greatness, Lord! …and make me as small

As can be. So where your children are, I with them can be,

And there bear witness to your allmight’s great deeds,

And with them then joyfully sing to your holy love,

And as a brother lead them by Your holy will

and guide them in our mode loving ever in quietude.

11

Und ist auch Deine Liebe stets den Kleinen zugewandt,

So denk’ — auch ich ging klein dereinst aus Deiner Schöpferhand,

Und wurde groß als Weltenlenker ja nach Deinem Willen,

Und führte, wie Du siehst, dieselben stets nach Deinen Zielen;

Daß ich ein wenig groß gedacht hab’ jüngst von meiner Kraft,

Dafür hast Du mich ja schon liebevoll bestraft.

And is Your love always facing the little ones,

So think — I too one day went small from Your creator’s hand,

And became great as a world leader yes according to Your will,

And have led, as you see, them always according to Your will;

That I have a thought a bit too big lately of my power,

For this yes you have already affectionally reprimanded me.

12

Nun wende wieder Deine Heil-Barmherzigkeit zu mir,

Und mache mich zum Menschen auf der kleinen Erd’ dafür,

Damit auch ich so klein wie sie Dich einst dürft’ “Vater” rufen

Von den Dir wohlgefäll’gen allerd’ringsten Gnadenstufen.

O Herr! Erhöre Deines großen Dieners fromme Bitte,

Und mach’ mich klein, und setze mich in Deiner Kleinsten Mitte!” -

Then turn again Your healing compassion to me,

And make me a man on the small Earth just so,

That I too, as small as they, may once call you “Father”

From the You pleasing lowest levels of grace.

O Lord! Hear Your great servant’s heartfelt demand,

And make me small, and set me in Your smallests’ midst.

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13

Und sieh’, so hörte Ich des großen Engels Klageworte

Erschallen laut, daß seiner Stimme Ton in’s Herz Mir bohrte,

Und ließ darauf durch eines sanften Donners fern’res Rollen,

So einem Echo ähnlich, seine Bitte wiederholen,

Zum Zeichen, daß Ich seine Wünsche alle wohl vernommen,

Und bin denselben, wie sich zeigen wird, zuvorgekommen.

And behold, so I heard the great angel’s words of lamentation

Resounding loud, such that his voice’s tone drilled into my heart,

And thereupon let by a gentle thunder’s distant roll,

So like an echo, repeat his request,

For a sign, that I did perceive all his wishes well,

And have, as shall be seen, preceded them.

14

Denn während er noch betend lag auf seinen breiten Knieen,

Hab’ ich schon einem Weibe hier die hohe Gnad’ verliehen,

Und für ein Menschenkind in sie gelegt den Samen,

Bevor zu Meines Engels Ohr gedrungen ist das Amen!

Und als das große Amen er vernommen in den Räumen,

So sah er auch die Erde schon zu seinen Füßen säumen.

For while he still lay praying on his broad knees,

I already bestowed on a woman here the high grace,

And in her for a human child laid the seed,

Before to My angel’s ear has reached the Amen!

And when he perceived the great Amen in the spaces,

So also he saw the earth already tarrying by his feet.

15

Und sieh’, da nahm die Erde er behutsam in die Hand,

Und drückte einen Kuß auf dieses Mir so theure Pfand;

Und als er dieses hat gethan in liebendem Entzücken,

So lag die Erde auch schon ganz enthüllt vor seinen Blicken,

Und sah er gleich ein Weib gar schön, die ihm entgegen kam,

Und sah, wie sie als Mutter ihn sogleich in’s Herz aufnahm.

And behold, he took the earth gently in his hand,

And pressed a kiss on this valuable earnest so dear to me;

And when he had done this in loving rapture,

The earth then lay all along unveiled before his eyes,

And he same saw a woman even beautiful, who came to meet him,

And saw, how she as mother instantly took him to her heart.

16

Und als er nun im Herzen seiner Mutter sich bewegte,

Da er die Engelsarme liebend aus demselben streckte,

Da kam ein and’res Weib, die Engelsmutter zu begrüßen,

Und wie’s mit deren Frucht wohl stünd’, das wollte sie auch wissen;

Eh’ aber noch die Letzt’re öffnen konnt’ den Mund,

So sprach in Erst’rer schon der Engel laut, und gab ihr kund:

And when he moved now in his mother’s heart,

Lovingly stretching his angel-arms beyond the same,

There came another woman, to greet the angel mother,

And how her fruit may be, that she also wanted to know;

Yet even before the latter could even open her mouth,

The angel within the first spoke aloud, proclaiming:

17

Indem im Herzen er auf diese Weise hat begonnen

Zu reden klar: “O Mutter! Sieh’ die Mutter aller Sonnen;

Sie trägt in ihrer Brust, was alle Himmel nicht umfassen.

Daher, o Mutter, sollst dich nicht von ihr begrüßen lassen!

Denn Der mich einst zum großen Weltenlenker hat gemacht,

Hat eben freundlich mich aus ihrem Herzen angelacht.”

Just as in this manner in his heart he has begun

To speak clearly, “O Mother! Behold the Mother of all suns;

She bears in her chest, what all heavens do not embrace.

Therefore, O Mother, you must not allow her to greet you!

For He who once made me to be a great world leader,

Has just kindly laughed at me from her heart”.

18

Und als die Mutter klar im Herzen Solches hat vernommen,

Ward sie von Füßen bis zum Haupte durch und durch beklommen.

Da merkte es die Mutter, meines Leibes reinstes Wesen,

Und konnt’ ihr selbst nicht ein so großes Räthsel lösen;

Und sieh’, da fing die Liebe Gott’s sich an in ihr zu regen,

Und sprach: “Johannes schweige noch vor Meiner Mutter Segen,

And when the mother clearly had heard Such in her heart,

From feet to head she through and through was filled with trepidation.

This the mother, my body’s purest being, then noticed,

And for her could not herself solve so great a riddle;

And behold, even God’s love began to move within her,

And spoke, “John say nothing before My mother is blessed,

19

Es kommt gar bald die Zeit, in der vor Mir du werdest gehen,

Um zu bereiten Meine Wege und ein Land zum Stehen;

Da wirst du viele taub’ und blinde Menschenkinder finden,

Und denen erst sollst Du von Meiner Ankunft laut verkünden,

Daß Ich als Gotteslamm gekommen bin in ihren Plagen,

Um aller Menschen Sünden schuldlos treu für sie zu tragen.

The time yet soon comes, when you will go before Me,

To prepare My ways and land for me to stand on;

You will find many deaf and blind children of men there,

And only then you shall speak of My coming out loud,

That I have come as the Lamb of God to their plagues,

To bear all men’s sins innocently and loyally for them.

20

Und wie du groß warst auch in deiner Engels-Wirkungsphäre,

So war doch jene Größ’ ein Tröpfchen kaum zu der im Meere,

In welchem sich Dein Herr, vor Dem die Weltenräume beben,

Als Bruder dir zu sehen giebt im schwachen Menschenleben,

Damit das Schwache möcht’ durch Meine Lieb’ gestärkt ersteh’n,

Wenn auch die Welten alle einst durch Meine Macht vergeh’m!”

And as great as you were in your angel action’s sphere,

So was this greatness a mere droplet to that of the sea,

In which Your Lord, before whom the worlds’ expanses tremble,

As brother gives you to behold Him in fragile human life,

So thereby weakness may rise strengthened by My love,

Even though these worlds once all will perish through my might!

21

Und sieh’, da fing vor Freuden an im Mutterleib’ zu hüpfen,

Johannes, da er sah’ mit — — — Nichts sich Meine Größe knüpfen.

Maria aber, Meines Leibes Mutter reinsten Herzens,

Bemerkte es gar bald, wie da Elisabeth voll Lebens

Erröthete, indem sie wohl gedachte ihres Altersstandes,

Und auch der Sitte alter Weiber des gelobten Landes.

And see, there began to skip for joy in his mother’s womb

John, when he saw with — Nothing knotting My greatness for himself.

Mary, however, My womb’s mother of purest heart,

Soon did notice, how Elizabeth full of life blushed,

Because she well remembered the status of her age,

And also the custom of old women in the promised land.

22

Da sprach Maria ganz gerührt in ihrer lichten Seele:

“Elisabeth, du schämst dich ja auf dieser heil’gen Stelle?

Bedenk’, was uns geworden ist von Gottes höchsten Gnaden,

Das soll sich nimmer roth in allzu großer Schame baden;

Denn was in deinem Leibe hüpft von übergroßen Freuden,

Ist groß vor meinem Leben, — d’rum freue dich bescheiden!”

Then spoke Mary deeply moved in her light-filled soul:

“Elisabeth, you are indeed ashamed on this holy point ?

Consider what came of us by God’s highest grace,

This shall never bathe red in all to great a shame;

For what in your womb leaps in exceeding joy,

Is great before my life — therefore in all modesty rejoice!”

23

Elisabeth, sich wohl gemahnend vor Maria’s Höhe,

Gedachte nun, wie es mit ihr und mit Marien stehe,

Und fiel darob auf ihre Kniee nieder vor der Reinen,

Und fing vor übergroßen Freuden liebend an zu weinen,

Und sprach: “O Mutter voll der Gnaden, sei hoch benedeiet,

Und deine Frucht, durch welche wird die Welt vom Fluch befreiet;

Elisabeth, well reminding herself of Mary’s height,

Now remembered, how it may be with her and Mary,

And hence fell down on her knees before the pure one,

And with exceeding joy lovingly began to weep,

And spoke, “O Mother full of mercies, may you be highly blessed,

And your fruit, through which the world will be freed from curse;

24

Denn was ich trage unter meinem Herzen, ist gar klein;

Wie könnt’ es auch, und wär’ es weltengroß, noch Etwas sein

Von deiner Gnade, deren Größe alle Himmel nicht

Umfassen mögen und ertragen ein so helles Licht,

Das noch, wenn alle Sonnen schwinden, Allen hell wird lichten,

Die treuen Herzens sich nach seinen Wegen werden richten.

For that which I carry under my heart, is even small;

How could it, and were it the worlds’ size, be anything but

Of Your grace, whose greatness all heavens not

May embrace and endure so bright a light,

Which, when all suns wane, will still lighten All,

Who with faithful hearts will comply with its ways.

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25

“O Gott! Woher kommt mir wohl diese unbegrenzte Gnade,

Daß — die Mutter meines Herrn mich über steile Pfade

Besucht, nicht scheuend hoher Berge Zinnen, noch die Ferne!?

Es leuchten wohl ganz unbegreiflich hell die lieben Sterne

Am hohen Himmel dort, und auch dem Laub der fetten Palmen

Entsäuselt, ganz verständlich mir, ein Lob in hohen Psalmen!

“O God! From were does this unlimited grace come to me,

That — the Mother of my Lord, across steep paths

Visits me, not shunning high mountains’ peaks, nor the far off!?

Beloved stars shine well quite incomprehensibly bright

In the high sky, and even from the foliage of fat palms

Murmurs, for me quite comprehensibly, a praise in high psalms!

26

“O Mutter! Nun begreif’ ich erst in meinem Herzen klar,

Die ganze große Erde bringet dir ein Opfer dar,

Was recht und billig ist, da Niemand es begreifen wird,

Wie uns, dem armen Volke, die wir schwach und ganz verwirrt,

In uns’rer Nacht der Sünden konnt’ ein solches Wunder werden,

Der Herr, Gott Abrahams, nimmt an die menschlichen Beschwerden.

“O Mother! Only now in my heart I clearly comprehend,

The whole of our great earth offers You a sacrifice,

Which is right and just, since no one will understand,

How for us, poor people, who are weak and all confused,

In our night of sins such a miracle could be,

The Lord, God of Abraham, taking on the afflictions of humanity.

27

Und sieh’, da trat Maria hin zur Mutter des Johannes,

Und sprach: “Elisabeth! — am wüsten Ufer des Jordanes

Wird Das, was du im Herzen trägst, zur Stimme eines Rufers,

Und wird da ebnen Steige längs des Flusses stein’gen Ufers;

Er wird, wie da geschrieben steht, der Engel sein des Herrn,

Und wird zur Wassertauf’ die Buße streng vom Volk begehr’n.

And behold, Mary then took a step towards John’s mother,

And spoke, “Elisabeth! — on desolate banks of the Jordan will that,

which you bare in your heart, become the voice of one who calls,

And will there level paths along the river’s rocky banks;

He will, as is written, be the angel of the Lord, and will for

Baptism in water demand repentance of his people sternly.

28

“Und, so glaub’ mir, wird Anfangs nur durch ihn bestimmt

Erkannt das Lamm, das aller Welt hinweg die Sünden nimmt;

Und da wird auch geschehen, daß der Herr von ihm auf Erden

Im Wasser unter off’nem Himmel wird getaufet werden,

Auch werden er und Viele, die da horchten seinen Lehren,

Ein großes Zeugniß von dem Lamme aus den Himmeln hören.

“And so, believe me, will at first determined only through him

The Lamb be recognised, that takes away all the world’s sins;

And it will also come to pass, that the Lord on earth through him

Will be baptised in water under open skies,

As well will he and many, who harkened to his teaching,

Will hear a great testimony of the Lamb from heaven .

29

“Und werden sehen da den Geist vom Himmel niedereilen,

Und selben leuchtend über’m Haupte unsers Herrn verweilen,

Und sehen Gott sich mit dem Menschen völligst einen,

Damit befreiet wird die Welt von allen Sünden-Peinen!

Befreit auch, der mühselig und beladen ist geworden,

Vom Tod, und aus der Hölle, und von deren Horden.

“And there will see the Spirit rushing down from heaven,

And same illuminating tarry above our Lord’s head

And see God himself with man unite entirely,

So the world be freed from all the pains of sin!

Set free also, who got weary and burdened,

From death, and out of hell, and from its hordes.

30

“Und nun, Elisabeth, vernehme heiter noch zum Schluß

Aus meinem Herzen einen dir noch unbekannten Gruß:

“Johannes, Mein getreuer Engel aus des Lichtes Sfären!

Wie einst die Sonnen du nach Meiner Ordnung mußtest kehren,

So sollst du bald die Herzen Meiner Kinder Mir bereiten,

Und muthig wie ein Löwe gegen alle Höllen streiten;

“And now, Elisabeth, at last cheerfully perceive

From my heart a greeting as yet not known to you:

“John, My faithful angel from the spheres of light!

As once you had to sweep the suns according to My order,

So shall you soon prepare the hearts of My children for Me,

And bravely like a lion fight against all hells;

31

“Denn sieh’, von Allen, die geboren waren und noch werden,

War Keiner größer je, wie du, von Mir gesandt auf Erden;

Denn alle Väter und Propheten in dem heil’gen Lande,

Hab’ Ich erwecket aus der kleinen Engel Liebesstande,

Du aber bist gekommen in das kleine Israel,

Ein Fürst der Engel, leuchtend mit dem Namen Michael!”

“For behold, of all, who have been born and yet will be,

Was none greater, than you, ever sent by Me upon the earth;

For all the fathers and prophets in the holy land,

I have raised up from the little angels’ stand of love,

But you have come to little Israel,

A prince of angels, shining by the name Michael!”

32

Doch sieh’, und wer auch klein wird heißen einst in Meinem Reiche,

Wird größer sein wie du, als Fürst ohn’ allem Maßvergleiche.

Und willst du groß auch werden, wie die kleinsten Kinder hier,

So mußt auch du, wie sie, geboren werden neu aus Mir;

Denn sieh’, von nun wird jeder Engel müssen hier auf Erden

Gleich Mir, dem Schöpfer, wohl ertragen menschliche Beschwerden.

And see, who ever shall once be called small in My kingdom,

Will be greater than you, a prince without measure to compare.

And if you also want to become great, like the smallest children here,

Then you too, like them, must be born anew of Me;

For you see, from now on every angel here on earth must

Like Me, the Creator, surely endure human complaints.

33

“Und wer sich scheuen wird, zu wandeln Meiner Liebe Wege,

Und nicht betreten so der Kinder harte schmale Stege,

Der wird, wie du dereinst, nur todte Weltenbahnen schlichten;

Doch einer neuen Schöpfung Lebensfülle Anker lichten,

O sieh’, wird nimmer einem urgeschaff’nen Engelsgeiste

Gegeben, als nur dem, der an dem Kindertische speiste,

“And who will shun, to walk the ways of My love,

And thus not set foot on the children’s hard narrow paths,

He, like you of old, will only mediate dead world’s trails;

But lift anchors for a new creation’s fullness of life,

O see, will never to a primordial angelic spirit,

Be given, then only him, who dined at the children’s table,

34

“Den ich auf dieser Welt den Kindern reichlich geben werde.

Mein reicher Tisch wird sein, o höret’s ohne Angstgebärde,

Ein schweres Kreuz auf dieser Erde, da ein Makelfreier

Den Menschen lichten wird der Höllenmächte Sündenschleier,

Und waschen wird die Erde von dem Koth der Satansbrut

Mit seinem unter bittern Leiden still vergoss’nen Blut.

“ Whom I will in this world give the children in abundance.

My rich table will be, O hear this without fear behaviour,

A heavy cross upon this earth, since One without blemish

Will lift the power of evil’s veils of sin from human kind

And wash the earth from the excrements of Satan’s brood

With His in bitter suffering quietly spilled blood.

35

“Durch Dieses werden Menschenkinder vollends neu geboren,

Und Engel nur, wenn sie mein Kreuz sich haben frei erkoren,

Und sind aus ihrem alten Himmel auf die Erd’ gestiegen,

Um da für sich, wie Ich für All’, die Hölle zu besiegen.

Dadurch erst werden sie dann Mir und Meinen Kindern gleich,

Zu nehmen gleich denselben das von Mir bereit’te Reich.

“Through This men’s children are fully born anew,

And angels only, if they have elected freely for them my cross,

And from their old heaven have climbed onto the earth,

To there for themselves, as I for all, conquer hell.

Only then will they be equal to Me and My children,

To take, like them, the kingdom I have prepared.

36

“Und nun spricht Amen Gott in meines Herzens Lebensfülle,

Und jedes Wort, das nun geflossen ist in aller Stille,

Sei dir ein großes Siegel der Verschwiegenheit und Treue,

Von dem, was dir gesagt nun war aus meines Herzens Freie;

Denn sieh’, durch mich gab dir der Herr zu merken Seinen Willen,

So auch behalte ihn, und handle Ihm getreu im Stillen.”

“And now God speaks Amen in my heart’s fullness of life,

And every word, that now has flown in all quietude,

Be to you a great seal of secrecy and loyalty,

Yes that, which now was told you from my heart free;

Behold, through me the Lord gave you to know His will,

So also keep it, and act true to Him in quietude.”

………………………………………………………………………

… the second half of this poem will follow!

Age 71… ready to learn… and share… www.ourhouselaboulaye.com

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